Professor Dr Tadeusz ( Tadeus ) Reichstein

Yarzheit 16th Av - 1st August 1996

Basel Friedhof - Jewish Cemetery

Theodore Herzl Strasse

 

Professor Dr Tadeusz Reichstein won the Nobel Prize for Medicine in 1950 - for finding the formula for Vitamin C - Ascorbic Acid, and for developing CORTOZONE . He was Professor at the Organic Institute for Chemistry at the Basel University, Switzerland .

He was one of the greatest Jewish Chemists of our generation .

Born in Poland in 1897 , his parents moved to in Zurich in 1906 . In 1916 he was accepted to study at the "Burger" in Zurich . Between 1916-38 was at the ETH Zürich ( received his Doctorate in 1922 under Hermann Staudinger). Then he moved to Universität Basel, and lived in Basel for the rest of his life, teaching some of the finest chemists in the world today . Many world famous chemists owe their knowledge and understanding to Professor Dr Tadeusz Reichstein .

He was an exceedingly special gentleman, and coincedently died on Swiss National day on the 1st August 1996 . His funeral was small and quiet with only the closest of friends and family at the Jewish Cemetary Friedhof in Basel, Theodore Herzl Strasse . (I was honored as one of the four people with lowering his coffin into the ground, which reaffirmed that "destiny" has a reason for everything happening in our lives) . His whole life was quiet and unassumming and of service to mankind .

As a note with respect to Vitamin C
In 1747, Scottish naval surgeon James Lind discovered that an nutrient (now known to be vitamin C) in citrus foods prevented scurvy. It was rediscovered by Norwegians, A. Hoist and T. Froelich in 1912. Vitamin C was the first vitamin to be artificially synthesized in 1935. in form of Ascorbic acid - A process invented by Dr. Tadeusz Reichstein, of the Swiss Institute of Technology in Zurich.

Please also see the Nobel Prize website

 

Below is the article of Obituary from Basler Zeitung

Die sich oberhalb der Nieren befindenden Nebennieren des Menschen wurden 1563 entdeckt. Drei Jahrhunderte später wurde man sich erst bewusst, dass sie lebenswichtig sind; ihre Zerstörung hat den Tod zur Folge (Addisonsche Krankheit). Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts stellte man schliesslich fest, dass das Injizieren von Extrakten aus der Nebennierenrinde (der äussere Teil der Drüsen) den von der Addisonschen Krankheit befallenen Patienten grosse Erleichterung brachte.

1934, als Tadeusz Reichstein Titularprofessor für Physiologische Chemie an der ETH Zürich war, analysierte er diesen Nebennierenextrakt und fand 29 chemische Verbindungen als Bestandteile. Es gelang ihm, vier der sechs aktiven davon – alle vier Hormone – zu isolieren und, erstmals, eines davon zu synthetisieren: das Corticosteron, von dem insbesondere das Cortison, ein wirkungsvoller Entzündungshemmer, abgeleitet wird. Auch gelang ihm die teilweise Synthese des Desoxycorticosterons, das – bald industriell hergestellt – lange das einzige Medikament gegen die Addisonsche Krankheit war.
Niere mit Nebenniere Pfeil), welche verschiedene für den Körper sehr wichtige Hormone produziert. Corticosteron z.B. rechtes Bild) spielt im Körper eine Rolle in der Stressbewältigung, der Freisetzung von Energiereserven, in der Bekäpfung von Entzündungen und Allergien.
 

1949 entdeckten die Amerikaner Hench und Kendall die positive Wirkung des Cortisons gegen Arthritis, eine sehr schmerzhafte Gelenkentzündung. Im darauffolgenden Jahr erhielten die zwei Amerikaner, gemeinsam mit Reichstein, den Nobelpreis für Physiologie und Medizin «in Anerkennung der Entdeckung der Strukturen und der biologischen Wirkung der Hormone der Nebennierenrinde».

Tadeusz Reichstein, polnischer Herkunft, seit 1914 das Schweizer, kam 1908nach Zürich und studierte an der ETH Zürich. 1920 schloss er sein Chemiestudium ab und erwarb zwei Jahre später seinen Doktortitel. Anschliessend arbeitete er mit Industrieunterstützung an der Extraktion der Kaffee- und Zichorienaromen. 1930 hielt er seine erste Vorlesung als Professor und 1933 gelang ihm die erste Synthese eines Vitamins – des Vitamin C. Von 1938 – dem Jahr seiner Ernennung zum ordentlichen Professor für Pharmazeutische Chemie an der Universität Basel – bis zu seinem Tod lebte er in Basel.